TK

© 2007 - by

Torsten Kruckenberg,

Wriedel

Winterpult

Wenn ich mit meinen Modellen auch mal an etwas kühleren Tagen oder im Winter fliege, wird der Spass am Fliegen

oft dadurch gemindert, dass die Finger eiskalt und damit träge werden.

Der ganze Körper ist schön eingepackt und mollig warm, aber die Finger kann man eben nur schwer so einpacken,

dass man noch steuern kann und trotzdessen das Feingefühl nicht verloren geht.

 

“Nur schwer” soll heissen, dass es nicht unmöglich ist und es diverse Varianten eines Fingerschutzes auf dem Markt gibt.zwinkern

 

Ich wollte aber mal wieder etwas selber basteln. Einen Winterschutz, angepasst an mein Senderpult.

Das war/ist das Ausgangspult (von mir schon etwas beschriftet):

Erstmal wieder ein Modell bauen um überhaupt irgendeine Form zu bekommen !

Für die endgültige Form war es allerdings viel zu hoch (sah auch doof aus). Später wurde es noch flacher geschnitten.

Die Grundform gestaltete ich aus stärkerem Papier - nicht aus Pappe, da sich das Papier besser in Form bringen lies.

Dann wurden (ich weiss es nicht mehr ganz genau) 2-3 Lagen Glasfaser mit 5 Min. Epoxy darüber laminiert.

Mit dem 5 Min. Epoxy muss man bei dieser Fläche schon recht fix arbeiten.

Danach erstmal spachteln, verschleifen, lackieren und nochmals spachteln und verschleifen !

Hier habe ich die Höhe des Aufbaus verringert und die Oberseite stärker angeschrägt.

Als das erledigt war, wurde der Aufbau von Innen mit Moosgummi beklebt (Dämmung).

Die Farbe ist mal wieder nicht schön, aber wenn man nix anderes zur Verfügung hat .....! Es sollte halt was helles sein.

Dann wurde das Sichtglas aus Acryl zugeschnitten. “Bastlerglas” aus dem Baumarkt hätte es auch getan.

 

Nun musste der Aufbau nochmals “Probesitzen” und bekam eine Befestigung mittels 4 Rändelschrauben am Pult.

Dadurch ist der Aufbau in wenigen Sekunden (de-)montiert - ohne Werkzeug !

Weiterhin wurden Laschen mit insges. sechs Muttern für die Sichtglasbefestigung eingeklebt.

Nun musste das Acrylglas noch mittels Wärme gebogen werden. Dafür hatte ich mir eine kleine Biegehilfe gebastelt.

Leider war der erste Versuch nicht unbedingt von Erfolg gekrönt.heuel-02

Nun ja - kann ja nich’ immer alles auf Anhieb klappen.  Das sah leider so aus:

Der zweite Versuch ging zwar schon besser, gefiel mir aber auch nicht.

Ich musste es also ein drittes Mal versuchen - dann war’s O.K.

So - bis hier her wäre es ja “nur” ein Windabweiser. Ich wollte aber nicht nur vom Wind geschützte Finger haben,

sondern darüberhinaus auch noch warme ! Also musste eine Heizung her, die natürlich irgendwo am/im Pult

verstaut werden sollte.

Ich spielte mit dem Gedanken es mit Hochlastdrahtwiderständen wie bei den Heizungen zu versuchen,

aber diese benötigen wieder viel Strom und einen dicken Akku wollte ich aufgrund des Gewichts nicht mitschleppen.

 

Es gibt im Jagd- oder Outdoor-Bereich sogenannte Taschenwärmer, bei denen ein Brennstab in einem Etui über mehrere

Stunden wohlige Wärme abgibt. Ich wollte erst Wärmer, die mit Benzin betrieben werden konnten, da das Benzin

auch überall günstig zu bekommen war, jedoch waren diese von den Abmessungen einfach zu gross.

Daher entschied ich mich für Brennstäbe.

Hierfür musste natürlich eine BrennKAMMER her, die den Kuststoff des Pultes schützt.

Jo - Platz am Pult gesucht - Platz unterm Pult gefunden. Erstmal ein Modell bauen (wann eigentlich nicht ??biggrins).

Auch hier wurde wieder mit Glasfaser laminiert !

Als Unterlage für die Brennstäbe diente die Watte aus den Taschenwärmern.

Das diese Watte asbesthaltig ist, glaube ich nicht. Es wird vermutl. irgendein schwer entflammbares Material sein (Glaswolle ?).

Und so sah dann eine Brennkammer aus ...

... und so das Endergebnis.

Komplett mit Pult, aber noch mit Nackengurt

und nicht mit Kreuzgurt !

Nur der Aufbau - ohne Pult !

Gewicht: 297g !

Komplett von vorn !

Es fehlt noch eine Art “Manschette”,

wo die Hände durchgesteckt werden

und den Arm umschliessen,

damit keine kalte Luft von hinten

herein gelangen kann.

Da muss ich mir noch etwas überlegen.

 

Mal schauen...

Von unten !

Die Querstreben halten die Brennkammern

und dienen dem schnellen Herausnehmen selbiger,

zum Brennstabwechsel - alles ohne Werkzeug.

Mittlerweile befindet sich in/über jeder Brennkammer ein PC-Lüfter, der dafür sorgt, dass die Wärme schön nach oben

(zu den Händen) geführt wird und die Brennstäbe mit genügend Sauerstoff (von unten) versorgt werden - mollig warm !

 

Die PC-Lüfter benötigen jeweils 240 mA/H und sind in der Drehzahl regelbar.

Sie werden über einen kleinen 4,8V / 1700mA Mignon-Akku-Pack versorgt, der sich auch unterm Pult befindet .

 

 

Weiter ? Cyber Glasses !

 

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