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© 2007 - by

Torsten Kruckenberg,

Wriedel

Platinenbelichter

Um fotobeschichtete Platinen belichten zu können, benötigt man UV-Licht.

Dies sollte (bei “Bungard” Material) bei einer Wellenlänge zwischen 350 u. 450 nm liegen. Optimal für Gesichtsbräuner.

Man könnte auch mit einem 500 o. 1000W Baustrahler, oder ganz normalen Glühlampen belichten.

Allerdings erhöht sich dadurch die Belichtungszeit (Gesichtsbräuner zw. 30 u. 120 Sek. / Baustrahler ab ca. 15 Min.).

Es gibt Leute, die es unbedingt mit Energiesparlampen ausprobieren wollten und sich wunderten, dass es ein absolut

schlechtes Ergebnis gab oder sich gar nichts tat. E-Sparlampen geben nur gaaanz geringe Mengen an UV-Licht ab.

Ob Schwarzlichtleuchten funktionieren oder nicht kann ich nicht sagen. Da gibt es Leute, die meinen, dass es geht und

andere die meinen, dass es nicht geht. Sollen sie sich weiter streiten ..... biggrins

Schon seit einiger Zeit basteln viele ihren Belichter mit UV-LED. Laut deren Angaben soll es auch recht gut funktionieren.

Als ich mir meinen Belichter baute kannte ich diese Variante noch nicht (vielleicht gab es sie auch noch nicht).

Mir persönlich wäre es allerdings etwas zu aufwändig und zu teuer. Man benötigt schon einige LEDs um die Grösse der

Ausleuchtung vergleichbarer vier UV-Röhren zu bekommen. Allerdings sind in den letzten Jahren die Preise für LED’s

ziemlich gefallen. Ich bin mit meinem Belichter aber sehr zufrieden und kann ggf. auch mal grössere Platinen belichten.

 

Ich hatte mir bei e-Bay einen Gesichtsbräuner für 5,-€ (natürlich ohne Versand) ersteigert.

Da war alles drin’, was ich brauchte. Weiter hatte ich noch einen ungenutzen und nicht mehr den Anforderungen

gewachsenen Scanner “herumliegen”.

 

Anfangs hatte ich zur Zeiteinstellung nur eine Zeitschaltuhr aus einer alten Mikrowelle (völlig ungenau).

War aber lustig, wenn die Zeit abgelaufen war “Ding - Essen is’ fertig” !  breites Grinsen-0206

Jetzt übernimmt ein ATMEL AVR Mikrocontroller mit Display die Sache mit dem Countdown (weiter unten zu sehen).

 

Hier das leere Scannergehäuse !

Der Deckel.

Zurechtgeschnittenes Blei für den Deckel !

Das Blei in den Deckel geklebt.

Das Blei dient als Gewicht (neee - ächt ? Jo !). Es soll den Deckel so schwer wie möglich machen,

damit die Platine absolut sauber an den Film gedrückt wird und somit Unterspiegelungen verhindert werden.

Wieder dicht gemacht - die Seiten kamen später auch noch dran’ !

Der Gesichtsbräuner von innen.

Röhren einpassen. Dabei gibt es eine kleine Regel: Abstand der Röhren untereinander = Abstand Röhren zur Auflagefläche.

Beispiel: Röhrendurchmesser = 2 cm - Platz zwischen den Röhren = 3 cm ergibt einen Abstand von den Röhren zur

Auflagefläche von 5 cm (3 cm + je 1 cm bis zur Röhrenmitte = 5 cm).

Wozu diese “Regel” ? Um eine gleichmässige Ausleuchtung der ganzen Platine zu erhalten.

 

Ob die Ausleuchtung gleichmässig ist, kann man mittels eines weissen Blatt Papiers überprüfen, welches man z.B. von links

nach rechts über die Auflagefläche zieht ! Sollte dem nicht so sein, so kann man die Ausleuchtung dadurch verbessern,

dass man das Innere des Scannergehäuses mit weißer Dispersionsfarbe lackiert - KEINE Alufolie (wie ich anfangs) benutzen.

Zu guter letzt wurden noch 6 PC-Lüfter verbaut (drei bringen kühle Luft ins Gehäuse und drei ziehen die warme Luft heraus).

Alles gut verkabelt, wieder zusammengeschraubt und FERTIG !

Nun stand ja noch der Umbau auf einen Timer an.

Hier mal das zusammengelötete “Gelumpe”breites Grinsen-01

Umbau o.k. ! Aber die farbliche Gestaltung und der Startknopf gefielen mir noch nicht.

Also nochmals geändert !

Die Belichtungszeit wird über das Poti eingestellt (1 Sek. - 6 Min.). Kann auch per Programmierung geändert werden.

Links im Display ist die voreingestellte Zeit zu sehen (hier 1:50 Min.) - rechts der Countdown (hier bei 1:18 Min.).

Nach dem Ausschalten und erneutem Einschalten fragt der Prozessor die Potistellung ab und somit bleibt die voreingestellte

Zeit erhalten (sofern nicht am Poti gedreht wurde *lol*).

Hier mit aufgesetzter ”Light-Boxx”.

Funktioniert echt klasse ! Ich bin zufrieden. Nach Ablauf der Belichtungszeit ertönt über einen Summer ein Geräusch.

Es war zwar in der Planung, dass am Ende des Countdown die UV-Lampen ausgeschaltet werden sollten,

aber das habe ich wieder verworfen, da die Röhren etwas vorheizen müssen um auf die volle Leistung zu kommen

und wenn man mehrere Platinen hinterinander ätzt kann das schon etwas lästig werden.

Der Entwickler der Schaltung wollte damit eine art “Iris” steuern.

Ich schlug vor, ein Rollo zu benutzen, welches die UV-Röhren abdecken würde.

Die Möglichkeit dafür weist die Schaltung auf, jedoch wurde sie von mir nicht genutzt. Mir reichte es auch so.

 

Noch ein paar Bemerkungen zum Auflagenglas des Scanners: in professionellen Belichtungsgeräten befindet sich

wohl Quarzglas, welches das UV-Licht recht gut durchlässt (entsprechend kosten die Teile auch).

Das Scannerauflagenglas ist aber auch völlig o.k. !

 

Wenn man keinen Scanner “vergewaltigen” will, sollte man bei der Glaswahl darauf achten,

dass dieses keine (ich nenne es einfach mal so) “UV-Blocker” hat (z.B. bei einigen Bilderrahmengläsern,

um das Bild vorm Ausbleichen zu schützen).

Das kann einem entweder der Glaser/Tischler sagen oder es steht ggf. auf der Beschreibung zum Glas.

Einige behaupten, dass Acrylglas nicht funktioniert ! Ist aber absoluter Blödsinn (sieht man ja bei Solarien/Sonnenstudios).

Hierbei gilt aber das Gleiche wie beim “echten” Glas > Nachfragen (oder ausprobieren) !

 

Weiter ? Platinenschneider !

 

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