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© 2007 - by

Torsten Kruckenberg,

Wriedel

Heizungen

Sowohl für die Ätzküvetten als auch für die Sprühätzanlage benötige ich Heizungen,

um das Ätzmittel auf Temperatur zu halten (Natriumpersulfat = ca. 45°C / Fe(III)Cl zwischen 20° u. 40°C).

Es ist natürlich auch möglich Aquarienheizstäbe zu nutzen. Diese müssen aber in der Regel modifiziert werden,

da die meisten nur bis etwa 36°C einstellbar sind (die Teile sind ja auch nicht dafür gedacht, die Fische zu kochen biggrins).

Das Vorwärmen bzw. schnelle Erwärmen übernimmt dabei ein alter Wasserkocher (wird nach dem Aufwärmen sofort gereinigt).

Würde man nur die Selbstbauheizungen oder einen Aquarienheizstab schon für’s Erwärmen nehmen,

würde dies recht lange dauern um auf Temperatur zu kommen (auch wenn es nur 20 Min. wären > zu lang !).

Hier mal der Wasserkocher (um das Thermometer muss noch ein Gehäuse rum):

So eine Heizung zu bauen ist kein Problem.

Für die ersten Versionen die ich gebaut hatte, benutzte ich sog. Hochlastdrahatwiderstände. Legt man an diese Strom an,

so können dieses recht warm werden. Das Material: Ein Reagenzglas aus der Apotheke, Hochlastdrahtwiderstand mit 17W

(grössere fand ich nicht),ein kleines Röhrchen (um ggf. Überdruck abzulassen), etwas Kabel, Sand, Metallspäne,

Silikon und ein Netzteil. Das sah dann so aus:

Man befestigt das Kabel am Hochlastdrahtwiderstand und isoliert die Kontakte. Danach gibt man etwas Sand in das

Reagenzglas, steckt dann den Widerstand samt Kabel hinein und füllt den Rest mit einer Mischung aus Metallspänen

und Sand auf. Die Metallspäne begünstigen die Wärmeleitfähigkeit. Danach das kleine Röhrchen hinein und mit Silikon

einfach verschliessen. Noch ein Netzteil (12 o. 24V - am besten regelbar) an das andere Kabelende - FERTIG !

Man hat eine einfache und günstige Heizung, die dann so aussehen kann (war meine erste - daher nicht so schön Uebel-0102):

Dass der Halter selber hingepfuscht ist (eigentlich nicht meine Art), ist wohl unschwer zu erkennen pfeifen03.

 

 

So - die Dinger heizen schon ganz gut. Selbige im eingeschaltetem Zustand lange festhalten ist nicht zu empfehlen.

Allerdings schaffen sie es nur gerade so, dass Ätzmittel auf Temperatur zu halten.

Immer nur am Limit wollte ich die Teile auch nicht betreiben. Es musste etwas Anderes her.

Die gleichen Materialien - der gleiche Aufbau NUR mit dem Unterschied,

dass dieses Mal keine Widerstände benutzt wurden, sondern Halogenstiftsockelleuchten (12V/50W).

Das sah dann so aus:

Und so in Aktion:

Da die Halogenstiftsockelleuchten wie blöde blenden, sitzt diese silberne Hülle mit dem Loch im inneren des Reagenzglases.

Das Material ist dünnes Aluminium einer Druckplatte. Das Loch dient mir als “Betriebsanzeige”.

 

Holla die Waldfee - die Teile werden aber määäächtig heiss ! Entgegen der Bedenken einiger Leute bzgl. des Platzen

des Glases oder einer kurzen Lebensdauer der Leuchte, konnte ich NICHTS derartiges feststellen.

Ich hatte mal eine Heizung nur testweise ca. 1,5 Std. in einer Küvette mit Belüftung

(vorgeheiztes klares Wasser - kein Ätzmittel). Ergebnis: keine Probleme.

Allerdings ist mir doch schon mal eine kaputtgegangen. Diese lag in der Sprühätzanlage und mir fiel beim Bau der Anlage

ein Stück Glas auf die Heizung *lol*

Dieses waren nun die Heizungen für die Ätzküvetten und der alternativen Blubber-Ätzkammer der Sprühätzanlage.

 

Nun brauchte ich aber noch eine Heizung im Sprühätzbereich, die sehr flach sein musste, da der Ätzmittelstand

die Reagenzglasvariante nicht bedecken würde. Was tun ? weiss nix

 

Lösung: ich bastelte eine Heizung ähnlich derer, wie sie bei beheizbaren Aussenspiegeln verwendet werden.

Allerdings starr und nicht flexibel. Die Teile gibt es ja auch fertig zu kaufen. Aber wo bleibt da der Bastelspass ? fragend

Ich nahm Mass in der Anlage, bestellte mir eine entsprechende Platine, entwarf ein Layout,

ätzte, verzinnte die Platine und beschichtete sie mit Folie. Das Layout sah dann so aus:

Dies war die erste Platinenheizung. Im linken Bild, kann man sehen, dass sich etwas abgesetzt hatte.

Ich hatte die Platine incl. der Anschlüsse einfach ins Wasser gelegt, weil ich unbedingt wissen wollte,

wie warm es werden würde.dumm Dummheit halt !! Es sollte ja auch nur ein Versuch sein pfeifen04(*heraus-red-versuch*).

Diese Platine hatte Euroformat (160 x 100 mm) ! Die endgültige Heizung hat ein Format von 200 x 150 mm !

Mist - erst bekleben und dann die

Verzinnung fotografieren wollen !

Man, man, man ... dumm-02

Bei der Endgültigen Platine/Heizung, habe ich diesen Fehler natürlich nicht gemacht.

Die Kabelanschüsse wurden mit Silikon abgedichtet ! Heizt nicht schlecht mit einem 12V PC-Netzteil !

Habe es aber noch nicht gemessen, daher ist die Aussage etwas “wage”.

 

Bei der Frage nach der Folie bzgl. ihrer Hitzebständigkeit, kann ich nur sagen,

dass ich ganz normale Beschriftungsfolie verwendet habe. Kein Problem.

Es gibt aber auch Spezialfolien, die bis ca. 200°C aushalten.

Diese kosten auch kein Vermögen. Das Blöde dabei ist aber - wie so oft - ggf. ein Mindestbestellwert,

Porto oder sonst etwas, was zusätzliche Kosten verursacht und somit der eigentliche Artikel

nicht mehr im Verhältnis zum Preis steht.

 

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