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© 2007 - by

Torsten Kruckenberg,

Wriedel

Ätzküvette

Hier beschreibe ich mal den Bau meiner Ätzküvetten.

Da ich inzwischen eine Sprühätzanlage gebaut habe, benötige ich sie eigentlich nicht mehr.

Es ist aber dennoch ein Projekt von mir.

 

So sahen die ersten aus, die ich gebaut hatte. Schön auch zu sehen wie INeffektiv die Luftzufuhr arbeitete.

Erstaunlicherweise funktionierte trotzdessen alles einwandfrei. Sowohl mit dem Entwickeln, als auch mit dem Ätzen.

Dass das Blubbern recht lau ausfiel, lag auch mit am Rückschlagventil.

Das Material für die neuen Küvetten: zurechtgeschnittenes Glas, Silikon (säuren- und laugenfest), Kunststoffrohr

und etwas Schlauch. Diese weissen, länglichen Platten oben rechts, sind die Luftausströmer.

Allerdings wurden sie gegenüber der alten Version verbessert (das Ergebnis kann sich sehen lassen).

Nun erstmal die rechte Seite und die Rückwand zusammenfügen. Hier gleich zwei Mal für’s Entwickeln und Ätzen.

Dann wurden die Ausströmer an die Bodenplatte geklebt.

Gleichzeitig schonmal den Abflusstuzten mit einem Stück Schlauch versehen und ebenfalls einkleben.

Als Ausströmer nutzen viele die Teile aus dem Zoohandel. Funktionieren auch klasse. Nur sollte man auf die Farbe achten.

Es gibt sie in blau und in weiss/altweiss. Die Blauen eignen sich weniger gut, da sie sich recht schnell zersetzen.

In meiner Sprühätzanlage ist eine Kammer für das “konventionelle” Küvetten-blubber-Ätzen vorgesehen.

Dort befindet sich ein Keramikausströmer aus dem Zoohandel drin’.

Ich habe bei meinen Küvetten KEINE aus dem Zoohandel genommen, weil ich alles selber basteln wollte, was möglich war.

Nun musste eine Aussparung für den Ablasstutzen in die linke Seitenwand geschnitten werden.

Das geht eigentlich ganz gut, mit diamantstaubbesetzen Fräsern für das Multitool.

Das ALLERWICHTIGSTE dabei ist aber die Kühlung. Am besten unter Wasser. Ohne Kühlung tut sich fast gar nichts

und das Glas wird heiss und kann zerspringen.

Dieses Bild zeigt eindrucksvoll, wie man es

NICHT machen sollte - ohne Kühlung - !

 

Zu dem Zeitpunkt, als ich die Küvetten gebastelt hatte,

kannte ich mich mit dem Bearbeiten von Glas noch nicht aus,

was sich beim Bau der Sprühätzanlage änderte.

Nun wurden die schon verklebten Wände mit der Bodeneinheit verklebt.

In der Zwischenzeit habe ich schonmal das Belüftungsrohr unter Wärme gebogen und den Schlauch drauf gesetzt

(im Hintergrund zu sehen). Es ist von Vorteil, wenn man den Schlauch VOR dem Einkleben des Rohres auf selbiges aufzieht.

Nun wurde die linke Seitenwand eingeklebt.

Jetzt konnte das Belüftungsrohr und die Vorderwand eingeklebt werden.

Ein wenig “schick” machen und ein Ablassventil an den unteren Schlauch - FERTIG !

Die Skalen sind nicht krumm und schief angebracht. Das scheint nur so und kommt durch die Verkleinerung des Bildes.

Hier läuft die Pumpe gerade mal auf halber Leistung - für BEIDE Küvetten.

Was noch fehlte waren die Deckel. Durch die Luftzufuhr spritzt es ein wenig aus den Küvetten,

was nicht unbedingt soooo toll ist. Diese Deckel sind so gestaltet, dass wenn man sie hochklappt,

Flüssigkeit die sich an ihnen befindet, wieder in die Küvette zurückläuft.

Hier ein recht schnell und einfach aus einem Kunststoffrohr gebasteltes Scharnier.

Universell, nicht an Normen gebunden, günstig und einfach zu bekommen.

Die Maße der Küvette (ohne Bodenplatte) sind 230/240/40 mm (B/H/T). Glasstärke: 4 mm !

Da die Platine ja sowohl beim Entwickeln als auch beim Ätzen gehalten werden mussten,

bastelte ich mir die entsprechenden Platinenhalter.

 

© 2007 - by Torsten Kruckenberg, Wriedel